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Mit dem Begriff „Investor” wird vieles assoziiert. Vermutlich stellen Sie sich einen älteren Herrn vor, mit grauem Haar und im Nadelstreifenanzug. Eventuell haben Sie auch einen Nerd im ausgewaschenen T-Shirt vor Augen oder denken an diesen einen Freund, der ständig auf der Suche nach dem nächsten grossen Ding ist. Jeder kann ein moderner Investor oder eine moderne Investorin sein.

Beim Investieren spielt Technologie nach wie vor eine wichtige Rolle. Dank ihr kann jeder und jede unabhängig von Alter, Kontostand oder Erfahrung mitmachen. Technologie hat verändert, wie wir investieren und was wir über Investieren denken. Dies gilt insbesondere für jüngere Investoren und Investorinnen, die nicht zuletzt aufgrund aktueller weltweiter Ereignisse erfahren, wie wichtig langfristige Stabilität und ökonomische Werte sind.

Doch wir müssen auch eine andere Seite beleuchten.

Angesichts der weltweiten Ereignisse hat die jüngste Marktvolatilität viele jüngere Anleger und Anlegerinnen entmutigt, die sich noch nicht eingekauft hatten.

Doch wann genau ist der ideale Moment, um zu investieren? Die Antwort ist: jetzt! Denn trotz der extremen Marktschwankungen gibt es Experten und Expertinnen zufolge keinen besseren Zeitpunkt, um mit Investitionen zu beginnen, als genau jetzt. Unabhängig davon, ob wir vor einem wirtschaftlichen Abschwung stehen oder nicht, können Sie jetzt einen Teil Ihres Einkommens investieren, um langfristig erfolgreich zu sein.

Ein Blick auf die Generation Z zeigt, dass ein grosser Anteil von ihnen die Vorteile einer frühen Investition nutzen. Laut einer Umfrage von Investopedia haben 54 Prozent der Gen Z bereits Geld investiert: in Investmentfonds über börsengehandelten Fonds (ETFs) bis hin zu Kryptowährungen und nicht-fungiblen Token (NFTs). Allein die Tatsache, dass mehr als die Hälfte Gelder investiert hat, ist vielversprechend. Denn das junge Alter ist kein Hindernis für Investments. Vielmehr ist es ein Vorteil.

Dennoch gibt es eine Diskrepanz zwischen dem Anteil der Gen Z, der investiert und dem Anteil jener, die Vertrauen in ihr eigens Wissen über Investments haben. Zu letzterem gehören nur 46 Prozent der Gen Z. Das sind noch weniger als unter Babyboomern, der Gen X und den Millennials, was angesichts des Alters der älteren Generationen und der damit verbundenen Erfahrung nicht überrascht. Es kann jedoch auch an den wachsenden Informationsquellen liegen und daran, dass es zuweilen schwierig ist, zu wissen, welche Quellen vertrauenswürdig sind – oder ob man dem Konzept des Investierens überhaupt vertrauen kann, und es sich langfristig lohnt.

 

Vertrauen in das eigene Finanzwissen nach Altersgruppe
Quelle: Investopedia

Jene Hälfte der Generation Z, die eben nicht investiert, scheint dem ganzen Trubel schlicht aus dem Weg gehen oder zumindest mit dem Investieren zuwarten zu wollen, bis sich ihre finanzielle Situation stabilisiert. Dies haben wir bei den Millennials in den 2010er Jahren beobachtet, und historisch gesehen waren sie die Generation, die finanziell am meisten zu kämpfen hatte.

Dennoch ist es nicht hilfreich, mit dem Investieren zuzuwarten. Im Gegenteil, es schadet gar dem zukünftigen wirtschaftlichen Wohlstand.

Für die Generation Z ist nun die beste Gelegenheit gekommen, die Investitionsfehler der Millennials zu vermeiden und sich stattdessen für die Jahre des Wohlstands vorzubereiten. Trotz allfälliger Studiengebühren oder niedriger Löhne schon als junge Erwachsene zu investieren, ist eine grosse Chance. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber wir werden im Folgenden auf einige der wichtigsten eingehen.

Vorteile einer Investition für alle ab 20

1) Die Zeit ist auf Ihrer Seite

Der wichtigste Vorteil einer Investition in jungen Jahren ist die Magie der Zinseszinsen. Zinseszinsen fallen aus Re-Investitionen bereits erzielter Erträge an. Zusammen mit Ihrer ursprünglichen Investition erwirtschaften Sie somit immer grössere Renditen und damit immer grössere Beträge. Diese Strategie erfordert nichts, ausser viel Zeit und Neuinvestitionen. Im Gegensatz zu Personen mittleren Alters müssen Sie keine grösseren Beträge investieren, wodurch das Prinzip der Zinseszinsen eine elegante Lösung darstellt.

Nicht jeder nutzt die Wirkung des Zinseszinses durch frühzeitige Anlagen. Gerne zeigen wir Ihnen, wie das funktioniert: Eine Investition von CHF 10.000 im Alter von 20 Jahren würde bis zum Alter von 60 Jahren auf über CHF 890’000 anwachsen (basierend auf einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 11,88% im S&P 500 seit der Einführung 500 Aktien in den Index im Zeitraum 1957 bis 31. Dezember 2021). Dieselbe Investition im Alter von 30 Jahren würde im Alter von 60 Jahren nur noch knapp CHF 300’000 einbringen. Im Alter von 40 Jahren wären es nur noch CHF 94’000.

 

Das Konzept ist schnell erklärt: Je länger Sie Ihrem Geld Zeit geben, zu arbeiten, desto mehr Wohlstand kann es generieren. Das ist das Schöne am Zinseszinseffekt.

2) Mehr Zeit zur Rückgewinnung

Stellen Sie sich einmal vor, Sie fahren Auto. Wenn Sie aus 400 Metern Entfernung eine Kurve auf der Strasse bemerken, haben Sie ausreichend Zeit, langsamer zu werden und die Kurve mit angepasster Geschwindigkeit zu kriegen. Wenn Sie die Kurve jedoch erst aus 10 Metern Entfernung wahrnehmen, werden Sie diese nicht so reibungslos meistern, sondern Schwierigkeiten haben, Ihr Auto unter Kontrolle zu halten. Beim Investieren ist dies ganz ähnlich. Wenn Sie im Alter von 20 Jahren Investments tätigen, haben Sie Zeit, den Kurs über die Laufzeit Ihrer Investitionen zu korrigieren. Je älter Sie werden, desto schwieriger wird das.

Beachten Sie, dass es bis zu einem gewissen Grad immer eine Lernkurve geben wird, egal ob Sie mit 20 oder 40 Jahren investieren. Wenn Sie jedoch in jungen Jahren Fehler machen, haben Sie mehr Zeit, diese zu korrigieren. Es lohnt sich also auch daher, frühzeitig mit dem Investieren zu beginnen und Erfahrungen zu sammeln. Ein kostspieliger Fehler im Alter von 50 Jahren könnte Sie auf Ihrem Weg in den Vorruhestand oder beim Erreichen Ihres Ziels ernsthaft zurückwerfen. Wenn Sie im jungen Alter investieren, haben Sie Zeit, Ihre Verluste auszugleichen und können aus Ihren Fehlern lernen.

3) Längere Fristen ermöglichen ein höheres Risiko

Dieser Vorteil geht Hand in Hand mit dem vorherigen. Wir haben bereits angesprochen, dass sich junge Anleger von ihren Fehlern erholen können. Sie haben aber auch den Vorteil, dass sie Risiken eingehen können, die sich in einem späteren Zeitpunkt auszahlen könnten.

Ihr Zeithorizont ist der voraussichtliche Zeitraum, der Ihnen verbleibt, bevor Sie Ihr Anlagekapital ganz oder teilweise abheben möchten. Sind Sie also 20 Jahre alt und hoffen, mit 60 pensioniert zu werden, beträgt Ihr Zeithorizont 40 Jahre.

Ein längerer Zeithorizont ermöglicht Ihnen laut Securities and Exchange Commission (SEC), ein höheres Risiko einzugehen, da Sie das Geld in den kommenden Jahrzehnten nicht benötigen. Die Rezession von 2008 ist ein gutes Beispiel dafür. Der Indexfonds Standard & Poor’s 500 (S&P 500) fiel von seinem Höchststand im Jahr 2007 (1576,09) um 57 Prozent auf seinen Tiefststand im März 2009 (666,79). Er stieg wieder kontinuierlich an, erreichte aber erst im April 2013 das Niveau von vor der Rezession. Es kann Jahre dauern, bis sich der Aktienmarkt erholt. Die Rezession von 2008 hat viele Menschen dazu gezwungen, ihre Pensionierung aufzuschieben; jüngere Anleger und Anlegerinnen hingegen waren aufgrund ihres längeren Zeithorizonts weniger davon betroffen.

Es mag für einige Investoren verlockend klingen, den Cashflow aus den Investitionen für andere Vorhaben wie Unternehmensgründungen oder den Kauf von Renditeliegenschaften zu verwenden. Dies verkürzt den Zeithorizont, kann aber strategisch clever sein, da es das gesamte Anlageportfolio diversifiziert. Bevor Sie dies aber tun, ist es wichtig, vorauszuschauen und die Gewinne aus diesen Vorhaben gegen den langfristigen Anlagehorizont und die Möglichkeiten des Zinseszinseffekts abzuwägen, die sich Ihnen bieten. In den meisten Fällen gibt es keinen Grund, den Cashflow aus Investments zu verwenden und Ihren langfristigen Investitionsplan zu beeinträchtigen.

4) Technisches Know-How

Jüngere Generationen kennen sich traditionell besser mit modernen Technologien aus. Wir leben in einer schnelllebigen Welt, in der neue Vorgehensweisen nicht nur akzeptiert, sondern erwartet werden. Folglich ist die Risikotoleranz junger Erwachsener in Bezug auf neue Märkte wie Kryptowährungen, Impact Investing oder Smart Investing höher als bei älteren Generationen.

Die Technologie ebnet das Spielfeld und macht Investitionen zugänglicher als je zuvor. Besonders Anleger und Anlegerinnen in den Zwanzigern profitieren davon. Die Verbreitung neuer Online-Handelsplattformen bietet Anlegern und Anlegerinnen unzählige Möglichkeiten, dabei zu sein. Die meisten von ihnen verfügen über ihre eigenen Communitys und Ressourcen, um das Wissen neuer Anleger weiterzuverbreiten und zu erweitern. Als es noch nicht so viele Online-Ressourcen gab, nutzten viele Anwender klassische «Investieren für Dummies»-Bücher. Heutzutage können Sie auf eine Vielzahl unterschiedlicher Informationsquellen zugreifen, die Sie in jeder Phase Ihrer Investitionsreise unterstützen werden.

Fehler, die junge Anleger gerne machen

Wir haben bereits angesprochen, dass die Fehlermarge für junge Anleger und Anlegerinnen viel grösser sein kann, da der Zeithorizont länger ist. Aber nur, weil es mehr Nachsicht oder Gelegenheit zur Korrektur gibt, heisst das noch lange nicht, dass junge Anleger nicht wachsam sein sollten. Sie können immer noch sehr kostspielige Fehler begehen mit schwerwiegenden Folgen. Im Folgenden haben wir einige der häufigsten Fehler beschrieben, die junge Anleger und Anlegerinnen allzu oft machen.

1. Ratschläge aus den sozialen Medien befolgen

Dies mag paradox klingen, haben wir doch gerade erst von der technisch versierten Generation gesprochen, die sich neue Informationsquellen zunutze macht. Sehen wir uns jedoch namentlich die sozialen Medien an, gibt es unzählige selbsternannte „Experten“, die schlechte Ratschläge geben. Dies können Influencer auf TikTok oder anonyme Kommentatoren in obskuren Reddit-Foren sein. Vielen dieser „Finanzgurus“ geht es einzig und allein darum, ihre Followerzahl zu erhöhen oder ihr Engagement zu steigern. Nur in seltenen Fällen möchten sie ihren Followern tatsächlich helfen. Achten Sie darauf, dass Sie die von Ihnen konsumierten Inhalte sorgfältig überprüfen und sich nur von echten Beratern und Beraterinnen beraten lassen.

Diese Überprüfung wird mühsamer, wenn es sich um neuartige oder beliebte Trends handelt. Oft kommt es zu einer Art Gruppenzwang und einem daraus folgenden Hype, der alles andere als nachhaltig ist. Ist es nicht ironisch, dass Goldanlagen deutlich weniger beliebt sind als NFTs? Doch was glänzt mehr als Gold? Tatsächlich gibt es gewisse Leute, die allen Ernstes versuchen, physisches Gold mit NFTs zu „kombinieren“, um diesen Token einen höheren Eigenwert zu verleihen. Klar mögen konventionelle Weisheiten und Erfahrungen gerade im Hinblick auf neue Trends staubig und langweilig aussehen. Es gibt aber gute Gründe, warum bestimmte Strategien und Investitionen den Test der Zeit bestanden haben.

Gerade die Generation Z sollte mehr als jede andere Generation vor ihr auf der Hut sein, da sie etwa 6,5 Stunden pro Tag auf ihrem Smartphone verbringt. Diese Zeit dient nicht nur der Unterhaltung. Viele von ihnen nutzen soziale Medien oder andere Apps als Lernwerkzeuge. Dabei geht es darum, wie und wann man mit dem Investieren beginnt und was alle Begriffe und Optionen bedeuten.

Eine Umfrage von Investopedia hat ergeben, dass die Gen Z historisch jene Generation ist, die sich am meisten auf Videos verlässt. YouTube ist mit 45% die beliebteste Quelle, gefolgt von Gesprächen mit Freunden und Familie (44%), Internetsuchen (39%), TikTok (30%) und Websites mit Finanzinformationen (29%).

 

Die beliebtesten Informationsquellen nach Altersgruppen
Quelle: Investopedia

Laut derselben Studie ist fast ein Viertel der Generation Z in Krypto und Aktien investiert, und etwa 10 Prozent von ihnen besitzen NFTs.

 

Die beliebtesten Geldanlagen nach Altersgruppe
Quelle: Investopedia

Natürlich bietet Technologie viel Gutes und kann die Grenzen verschieben, um neuen Menschen die Teilnahme an der Finanzwelt zu ermöglichen. Allerdings liegt zuweilen nur ein schmaler Grat zwischen Investieren und Spekulieren. Krypto-Investitionen und NFTs fallen in die zweite Kategorie, da sie sich langfristig noch nicht beweisen konnten.

Wir alle haben diesen einen Freund, der auf seine Kryptowährungen schwört. Die Realität ist aber vielmehr, dass der globale Kryptomarkt von den USD 3,2 Billionen im Herbst 2021 bereits auf unter USD 1 Billion gefallen ist. Bitcoin, die grösste und wahrscheinlich bekannteste Kryptowährung, hat im gleichen Zeitraum ebenfalls 70 Prozent an Wert verloren. Dieser massive Rückgang hat die Gewinne mehrerer Jahre in nur wenigen Monaten zunichtegemacht und stellt selbst glühendste Anhänger digitaler Assets auf die Probe.

Das soll nicht heissen, dass volatilere (und attraktivere) Assets wie Kryptowährungen oder Optionen nicht legitim seien. Ganz und gar nicht. Wir brauchen diese neuen Ansätze, um die Grenzen des Möglichen zu erweitern. Was der Generation Z im Vergleich zu anderen Generationen möglicherweise an Einkommenskraft fehlen mag, kann sie aufgrund ihres längeren Zeithorizonts für Investitionen durch ihre Risikobereitschaft bei weitem wettmachen.

Um langfristige Stabilität und vor allem Wohlstand zu erreichen, müssen diese risikoreichen Investitionen mit bewährten „sicheren" Methoden abgesichert werden. Während soziale Medien mit Weisheiten übersät sind, sollten Anleger und Anlegerinnen in den Zwanzigern (und im Prinzip jeden Alters) immer Vorsicht walten lassen.

2. Investieren ohne sorgfältige Prüfung

Gelegenheiten, die zu gut sind, um wahr zu sein, sollten bei Ihnen Alarm auslösen. Jede Anlageform ist mit Risiken verbunden ist. Daher sind angeblich risikolose Anlagen oder absurd hohe Garantien für zukünftige Renditen wichtige Warnsignale.

Am besten können Sie Betrügern und schlechten Anlagen aus dem Weg gehen, indem Sie Ihre eigenen Nachforschungen anstellen. Recherchieren Sie nicht nur den Vermögenswert an sich, sondern auch, ob die benutzte Plattform seriös ist. Rezensionen können hilfreich sein. Achten Sie aber auch auf subtile Warnsignale im Kleingedruckten oder in der blumigen Sprache, die zur Vermarktung dieser Produkte verwendet wird. Extrem hohe Renditen oder überhöhte Kennzahlen sind gute Gründe für Misstrauen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Plattform oder das jeweilige Asset genau unter die Lupe zu nehmen.

3. Die Diversifikation zu unterschätzen

Eines der wichtigsten Konzepte (wenn nicht gar das wichtigste) ist Diversifizierung. Es ist schnell erklärt: Investieren Sie in verschiedene Assets, um Ihr eigenes Risiko zu reduzieren. Wenn beispielsweise der Aktienmarkt im Zuge eines Wirtschaftsabschwungs ins Wanken gerät, bleiben Obligationen relativ stabil. Investieren Sie Ihr Portfolio zu 60% in Aktien und zu 40% in Private Equity, sind Sie einem viel geringeren Risiko ausgesetzt als wenn Sie 100% in Aktien investieren.

Das ist nur ein Beispiel. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten der Diversifikation, sei es durch Investitionen in verschiedene Märkte, Anlageklassen, Strategien, Anlagearten, Risiken usw. Auch hier gilt die alte Weisheit, nicht alles auf eine Karte zu setzen.

Im Durchschnitt erwirtschaften gut diversifizierte Portfolios langfristig höhere Renditen. Es ist eine bewährte Methode, die jeder junge Anleger und jede junge Anlegerin anwenden und nie unterschätzen sollte.

4. Gar nicht zu investieren

Der schlimmste Fehler, den ein junger Mensch machen kann, ist überhaupt nicht zu investieren. Wie bereits erwähnt, haben junge Anleger den entscheidenden Zeitvorteil auf ihrer Seite. Zeit ist eine nicht erneuerbare Ressource. Anstatt das Geld für mehr oder weniger Sinnvolles auszugeben, sollten Sie die Chancen nutzen, die sich durch lange Zeithorizonte und Zinseszinsen bieten.

Wir können nicht genug betonen, wie wichtig es ist, möglichst früh mit investieren zu beginnen. Jüngere Menschen fühlen sich durch Studiengebühren, schlecht bezahlte Jobs und der finanziell aufwendigen Familiengründung oft finanziell überfordert. Es mag schwierig sein, stets einen kleinen Teil des eigenen Geldes ins Anlageportfolio zu legen. Wird dies jedoch zur Gewohnheit, wird sich das positiv auf Ihren langfristigen zukünftigen Wohlstand ausüben, auch wenn es in der Gegenwart zu Einschränkungen führt.

Wir haben uns einige der Vorteile des Investierens im jungen Alter angesehen und auch Fehler betrachtet, die es zu vermeiden gilt. Doch welche Investments sollten Sie eigentlich in Betracht ziehen?

Wo und wie Sie in jungen Jahren investieren können

In noch jungen Jahren können Sie vor allem in Humankapital, Private Equity und Immobilien investieren. Die Gründe dafür werden im Folgenden näher erläutert:

Humankapital

Stellen Sie sich das Humankapital als „den Gegenwartswert aller zukünftigen Löhne“ vor. Anleger in ihren 20ern haben die einmalige Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln, indem sie neue Fähigkeiten erlernen oder ihre Ausbildung vorantreiben. Es gibt viele Online-Optionen wie Zertifizierungen oder Abschlüsse, die das zukünftige Verdienstpotenzial eines jungen Menschen erhöhen können. Investieren Sie als junger Mensch in sich selbst! Wenn Sie Ihrer Ausbildung jetzt Priorität einräumen, werden Sie in Zukunft hohe Renditen erzielen. Gleiches gilt, wenn Sie über eine Gehaltserhöhung verhandeln oder versuchen, einen neuen Job an Land zu ziehen.

Private Equity

Das mag ein wenig überraschend klingen, aber Private Equity ist eine grossartige Option, um in Ihren 20ern zu investieren. Schwierig ist jedoch, dass Direktinvestitionen in Private Equity eine hohe Eintrittsbarriere haben. Die meisten von Ihnen werden die Mindestanforderungen (im noch jungen Alter) nicht erfüllen können. Es gibt jedoch Gelegenheiten für ein Private-Equity-Engagement, das für angehende Investoren äusserst vorteilhaft sein kann.

Dies sind die Hauptgründe für die Suche nach Private-Equity-Optionen:

  1. Der Grossteil des Unternehmenswachstums findet in der Phase vor dem Börsengang statt. Mehr als 40 Prozent der Investoren verdienen den gesamten (oder fast den gesamten) Wert, der vor dem Börsengang geschaffen wurde, sodass öffentliche Investoren laut Entrepreneur entweder keine Gewinne oder sogar Verluste einfahren.
  2. Aufgrund der längeren Zeithorizonte bieten sie ein besseres Risiko-Ertrags-Verhältnis. Wenn Sie grössere Risiken für höhere Renditen eingehen, tun Sie dies am besten in einem frühen Alter.
  3. Private-Equity-Anlagen weisen im Allgemeinen eine geringere Volatilität auf als öffentliche Marktanlagen. Dies ist auf ein paar Faktoren zurückzuführen. Erstens schützt ihre Illiquidität vor Panikverkäufen in Abschwungphasen. Zweitens weisen sie eine geringere Korrelation zu den öffentlichen Märkten auf. Das führt dazu, dass Sie keine extremen Verluste erleiden, die durch psychologische Faktoren verursacht werden.
  4. Als Private-Equity-Investor haben Sie Zugang zu Branchen und Unternehmen, die nicht allgemein erhältlich sind. Dazu gehören auch Unicorns (Unternehmen mit einem Wert von etwa 1 Milliarde CHF oder mehr).

Immobilien

1. Wettbewerbsfähige risikoadjustierte Renditen

Die Immobilienrenditen variieren stark. Faktoren wie der Standort, Ihr Immobilientyp (REITs, Direktbesitz usw.) und das Management beeinflussen dies. Unabhängig davon verwenden viele Anleger die durchschnittlichen Renditen des S&P 500 („des Marktes“) als Massstab. Gemäss unseren Berechnungen haben Schweizer Immobilien in den letzten 20 Jahren den Schweizer Aktienmarkt um 85,65% übertroffen.

2. Absicherung gegen die Inflation

Immobilien eignen sich gut gegen die Inflation. Dies ergibt sich aus der positiven Beziehung zwischen dem BIP-Wachstum und der Immobiliennachfrage. Es ist eine Rückkehr zu den Grundlagen der Ökonomie: Volkswirtschaften expandieren und treiben die Mieten in die Höhe, was sich in höheren Kapitalwerten niederschlägt.

3. Diversifizierung des Portfolios

Die Investition in Immobilien hat auch ein Potential zur Diversifizierung. Anleger können das Gesamtrisiko und die Volatilität ihres Portfolios senken, indem sie ihrem Portfolio Immobilien hinzufügen. Bedenkt man, dass Immobilien eine geringe Korrelation mit anderen wichtigen Anlageklassen wie Aktien (0,2936) und Anleihen (0,2825) aufweisen, sind Immobilien eine gute Wahl. Darüber hinaus können Immobilienanlagen auch eine höhere Rendite pro Risikoeinheit bieten.

Neben dem Humankapital, Private Equity und Immobilien gibt es eine Fülle von neuen Instrumenten, die den Zugang zu alternativen Investitionen demokratisieren, indem sie die Mindestinvestition kreativ verringern oder segmentieren. Es ist einfacher denn je, bereits in jungen Jahren in aussergewöhnliche Projekte zu investieren.

Die Generation Z ist in vielerlei Hinsicht anspruchsvoller als die Generationen vor ihr, wenn es um Investitionen geht. Diese neue Investorenwelle ist die treibende Kraft für den stetigen Wandel und Innovation, und das nicht zuletzt im Bereich der alternativen Investments.

Fazit

In noch jungen Jahren zu investieren, birgt Vorteile: Ein langfristiger Zeithorizont, eine höhere Risikotoleranz und der Zinseszinseffekt sind für Anleger und Anlegerinnen in ihren 20ern ausschlaggebend. Das bedeutet aber nicht, dass Sie alle Vorsicht in den Wind schlagen und sich ohne passende Strategie in die Investition stürzen sollten.

Jede Investition birgt ein gewisses Risiko. Risikoreichere Anlagen haben möglicherweise ein grösseres Potenzial für hohe Renditen, aber sie bergen auch ein erhöhtes Risiko, Ihr Geld vollständig verlieren.

Die Diversifikation Ihres Portfolios ist der beste Weg, dieses Risiko zu reduzieren. Wenn Sie risikoreichere Anlagen wie Bitcoin oder die neuesten Meme-Aktien kaufen, sind Sie einem grösseren Verlustrisiko ausgesetzt, als wenn Sie den Grossteil Ihres Portfolios auf der Grundlage bewährter, langfristiger Anlagen aufbauen, die sich historisch gut entwickelt haben.

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